Google Shopping Ads sind die idealen Kampagnen für Online-Shops und E-Commerce-Betreiber, denn sie sind deutlich günstiger als Suchnetzwerk-Anzeigen für produktbezogene Suchanfragen. Die Klicks können bis zu fünfmal günstiger sein! Damit sparst du bares Geld im Marketing-Budget deines Online-Shops.
Online-Marketing-Experte Malte Helmhold (Geschäftsführer von die Berater Online-Marketing) zeigt dir in einem detaillierten Video-Tutorial, wie du deine Google Shopping Kampagnen einrichtest.
Google Merchant Center: Die Grundlage legen
Die Kampagne selbst ist nur die halbe Miete. Die eigentliche Arbeit beginnt im Merchant Center, wo du sicherstellen musst, dass deine Produkte überhaupt ausgeliefert werden dürfen.
Merchant Center: Versand richtig einstellen
Die Versandkonfiguration ist oft knifflig, aber entscheidend. Ohne korrekten Versand gibt Google deine Produkte nicht frei!
- Vorgehen: Der Versand wird meistens über das Merchant Center selbst eingereicht, nicht über den Produktfeed.
- Wichtig: Falls sich der Versand nur nach Produkt-Kategorien unterscheidet, nutze Versandklassen. Nur bei individuellen Versandkosten pro Produkt erfolgt die Übermittlung über den Feed.
Produktdaten-Feed vorbereiten
Dein Produktdaten-Feed ist die Basis deiner Shopping Ads.
- Wichtigste Ressource: Informiere dich immer in der Produktdatenspezifikation von Google über aktuelle Anforderungen.
- GTIN/MPN: Diese Nummern sind nicht immer Pflicht, aber bei bestimmten Produktkategorien schon. Falls weder GTIN noch MPN vorhanden sind, setze den Wert
identifier_existsim Feed aufno. - Wichtige Felder: Achte auf das Einreichen aller wichtigen Felder wie
custom_labels, Produkt-Link und Bild.
Feed-Probleme im Merchant Center beheben
Probleme mit dem Feed sind normal, aber gut erkennbar.
- Prüfen und Debuggen: Unter Artikel → Liste siehst du fehlerhafte Produkte (rotes Kreuz) und erfährst, warum sie abgelehnt wurden.
- Feed aktualisieren: Bei Feed-Fehlern klicke im Merchant Center-Feed-Bereich auf „Abrufen“. Das reicht! Du musst nicht manuell „Abrufen + Verarbeiten“ klicken, da der Feed nach dem Abrufen automatisch neu verarbeitet wird.
- Tipp: Wir empfehlen, Feed-Regeln im Merchant Center zu vermeiden. Reiche lieber einen finalen, korrekten Datenfeed ein, um Zeitverzögerungen zu vermeiden.
Google Ads und Merchant Center verknüpfen
Dieser Schritt ist elementar, damit Google Ads auf die Produktdaten zugreifen kann.
- Ablauf: Gehe im Merchant Center oben rechts auf die drei Punkte und dann auf Kontoverknüpfungen. Im Google Ads Konto bestätigst du die Verknüpfungsanfrage unter Verknüpfte Konten.
Google Shopping Kampagne anlegen
Jetzt starten wir mit der eigentlichen Kampagnenerstellung in Google Ads.
Kampagnentyp und Budget wählen
- Start: Gehe in Google Ads auf Kampagnen → Plus-Symbol.
- Ziel wählen: Wähle Kampagnen ohne Ziel und dann Google Shopping Kampagne.
- Kampagnen-Namen festlegen: Wähle immer einen aussagekräftigen Namen.
- Kampagnentyp wählen: Wähle immer eine Produkt-Shopping Kampagne. Das Showcase-Shopping-Format ist sehr experimentell und hat Priorität C.
- Standard vs. Smart Shopping: Starte immer mit einer manuellen Standard-Shopping Kampagne. Erst ab über 30 Conversions pro Monat solltest du Smart Shopping in Betracht ziehen.
Einstellungen für maximale Performance
- Gebotsstrategie: Vermeide am Anfang den auto-optimierten CPC (eCPC). Shopping Kampagnen sind sehr sensibel – schon wenige Cent können die Performance stark beeinflussen.
- Startbudget: Lege das Budget erstmal klein fest, um die Anzeigen-Performance zu testen.
- Werbenetzwerke: Setze ausnahmsweise einen Haken bei Suchnetzwerk-Partnern. Bewerte den Erfolg dieser Partner-Netzwerke später separat.
- Länder & Daten: Sind die Versandklassen eingerichtet, kannst du die Kampagne direkt auch für Österreich und die Schweiz einreichen. Stelle ein Start- und Enddatum ein, wenn du noch keine Routine in der aktiven Kampagnenbetreuung hast.
Gebote optimieren und steuern
Gebote festlegen und anpassen
- Gebots-Start: Starte mit einem sehr kleinen Gebot, z.B. 5 Cent.
- Annäherung: Gehe in 5 oder 10 Cent Schritten nach oben. Wenn die Klicks und Impressionen zu groß für dein Budget werden, reduziere das Gebot in 1 oder 2 Cent Schritten, um dich dem optimalen CPC anzunähern.
- Produktgruppen: Du kannst Gebote auf Produktgruppen-Ebene oder sogar auf Produkt-Ebene unterschiedlich vergeben sowie Produkte aus- oder einschließen.
Wichtige Spalte zur Optimierung
- Benchmark CPC: Füge die Spalte Benchmark CPC in deine Produktgruppen-Ansicht hinzu. Sie liefert dir wertvolle Hinweise, wie hoch deine Konkurrenz im Durchschnitt bietet.
Laufende Optimierung und Sicherheit
- Negativ-Keywords: Definiere wie bei Suchnetzwerk-Kampagnen regelmäßig ausschließende Keywords, um Streuverluste zu vermeiden.
- Hilfe: Falls du Unterstützung bei der Einrichtung oder einer kostenlosen Erstanalyse deines Google Ads Kontos brauchst, kontaktiere Maltes Agentur über www.dieberater.de.




