Google Looker Studio: Daten reinziehen und Reports bauen – Teil 1

Das Warten hat ein Ende! Ihr habt euch ein Video zum Google Looker Studio gewünscht, und ich kann euch sagen: Eure Wünsche sind für mich Befehl. Ich weiß, das Tool kann beim ersten Mal ganz schön knifflig sein. Aber keine Sorge, das hier ist der erste Teil einer kleinen Serie, in der wir uns gemeinsam in die Materie reinfuchsen. Heute geht’s um die Daten. Und ja, ich gebe zu, auch ich musste mich für euch wieder stundenlang reinfuchsen, um die ganzen Tücken zu umgehen. Aber hey, das erspart euch die Rückenschmerzen. Versprochen!

Am Ende dieses Beitrags hast du die Grundlage für einen Report, der nicht nur gut aussieht, sondern auch die richtigen Daten liefert.

Der erste Schritt: Datenverbindung und typische Stolpersteine

Bevor wir anfangen, brauchst du einen Google Account und musst dich im Looker Studio anmelden. Wenn du dann auf „Leerer Bericht“ klickst, kommt der erste, entscheidende Schritt: die Datenquelle.

  1. Datenverbindung erstellen: Wähle Google Ads aus der Liste der verfügbaren Connectors.
  2. Konto auswählen: Wähle das Google Ads Konto aus, dessen Daten du auswerten möchtest.
  3. Vorsicht bei Bugs: Manchmal taucht dein Konto hier nicht auf. Schließe in dem Fall einfach alles und versuch es noch mal. Wenn es dann immer noch nicht klappt, liegt es oft an den Berechtigungen deines Google Accounts. Stell sicher, dass dein Google-Account, mit dem du im Looker Studio angemeldet bist, auch Zugriff auf das jeweilige Google Ads Konto hat.
  4. Vergiss die Beispieldaten: Auch wenn Google dir Demodaten anbietet – Finger weg! Die sind oft veraltet und fehlerhaft.

Sobald du die Datenquelle erfolgreich hinzugefügt hast, bist du bereit, deinen ersten Report zu bauen.


Die Basics: Kennzahlen und Tabellen erstellen im Looker Studio

Ein guter Report startet immer mit den wichtigsten Kennzahlen. Im Looker Studio werden diese als „Kurzübersichts-Panels“ oder KPIs bezeichnet.

  1. KPIs hinzufügen: Klicke auf „Diagramm hinzufügen“ und wähle „Kurzübersicht“. Das ist die einfachste Art, Klicks, Kosten oder Conversions darzustellen.
  2. Metriken anpassen: In den Einstellungen auf der rechten Seite kannst du die Metriken ganz einfach per Drag & Drop ändern. Willst du die Klicks sehen? Zieh Klicks rein. Willst du die Kosten? Zieh Kosten rein.

Pro-Tipp: Das berechnete Feld für den ROAS Der ROAS (Return on Ad Spend) ist für Shop-Betreiber die wichtigste Kennzahl. Da Google hier oft veraltete Felder anbietet, empfehle ich, den ROAS selbst zu berechnen.

  • Klicke auf das gewünschte Feld und dann auf Einrichtung.
  • Wähle als Metrik die Option „Feld erstellen“ (kleines Plussymbol).
  • Gib die Formel ein: Conversion Wert / Kosten.
  • Benenne das Feld ROAS und wähle als Typ „Prozent“.

Und schon hast du deinen eigenen, zuverlässigen ROAS in deinem Report.


Der Game-Changer: Die Macht der Filter

Ein Report ohne Filter ist wie eine Google Ads Kampagne ohne Keywords – nutzlos! Filter sind das Herzstück eines guten Reports, weil sie es dem Nutzer ermöglichen, die Daten selbst zu steuern.

  • Filter hinzufügen: Klicke auf „Steuerelement hinzufügen“ und wähle eine Option wie „Dropdown-Liste“.
  • Wichtige Filter: Die wichtigsten Filter sind Kampagnen, Anzeigengruppen, Kampagnentyp oder auch Gerätekategorie. Füge sie zu deinem Report hinzu, damit du und deine Kunden die Daten dynamisch filtern könnt.

Drei Filter-Ebenen, die du kennen musst:

  1. Berichtsebene: Diese Filter beeinflussen alle Seiten deines Reports. Perfekt, wenn du z. B. nur Daten aus einem bestimmten Zeitraum sehen willst.
  2. Seitenebene: Der Filter gilt nur für die aktuelle Seite. Ideal, um zum Beispiel eine Seite nur für Suchkampagnen zu erstellen.
  3. Diagrammebene: Der Filter gilt nur für ein einzelnes Diagramm oder eine einzelne Tabelle. Nur für absolute Experten, da dies die Transparenz verringern kann.

Der wichtigste Tipp: Bevor du dich wunderst, warum Daten fehlen, schau immer zuerst in die Filter. Oft liegt dort der Hund begraben.


Kleiner Teaser: Design und Layout im Looker Studio

Wir haben uns heute auf die Daten konzentriert. Im nächsten Video zeige ich dir, wie du aus deinem Kraut-und-Rüben-Report ein Kunstwerk machst. Wir werden das neue Responsive Layout nutzen, um einen Report zu designen, der sich automatisch an die Bildschirmgröße anpasst. So kannst du deine Kunden nicht nur mit den richtigen Daten, sondern auch mit einem beeindruckenden Design begeistern!

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