Der Oktober bringt nicht nur Halloween, sondern auch einige gruselig ernste Themen für alle Unternehmer und Werbetreibenden. Von massiven Neuerungen in der Google KI-Suche bis hin zu Warnungen vor Spam-Attacken, die wirklich zur psychischen Belastung werden können – hier die wichtigsten Updates im Überblick.
1. Die Zukunft: KI-Suche und Ads
KI in der Google Suche (SGE)
Die Künstliche Intelligenz hält Einzug in die Hauptsuche von Google. Nutzer können über google.com/ai (oder /ki) oder direkt in den Suchergebnissen auf die neue KI-Funktion zugreifen und Rückfragen stellen.
- Der Status Quo für Ads: Aktuell werden in diesen KI-Ergebnis-Boxen noch keine Werbeanzeigen ausgespielt (Beispiel: „Schuhe kaufen“).
- Action-Point: Behalte die Entwicklung dieser KI-Suche genau im Auge, da hier in Zukunft die Platzierung von Werbeanzeigen zu erwarten ist.
Das Ausblenden von Anzeigen (KI-Suche)
Google testet aktuell ein Feature, das es Nutzern ermöglicht, „gesponserte Ergebnisse“ (Ads) auszublenden (Hide sponsored results).
- Folge: Sollte dieses Feature großflächig ausgerollt werden, könnte dies potenziell zu einem Rückgang der Klickraten (CTR) auf deinen Werbeanzeigen führen.
2. Granulares Reporting in Google Ads (KI-Suche)
Für alle, die PMax-Kampagnen (Performance Max) oder Smart Shopping nutzen, gibt es wichtige Updates im Reporting:
Detaillierte Kanalleistungs-Analyse
Die Kanalleistungs-Seite (Channel Performance) in Google Ads wird granularer.
- Neue Segmente: Es gibt nun mehr Segmente zum Auswerten, wie z.B. Anzeigen mit Produktdaten – was eine weitere Aufschlüsselung der Leistung erlaubt.
Neue Spalten zur Rentabilität
Besonders spannend ist die Erweiterung der Spalten um Kennzahlen zur Rentabilität, aufgeschlüsselt nach Kanälen:
- Conversion Wert pro Kosten: Diese neue Spalte zeigt dir den ROAS (Return on Ad Spend) oder CPA (Cost per Acquisition) direkt auf Kanal-Ebene (Suche, Maps, Discovery, YouTube).
- Nutzen: Du kannst nun endlich präziser sehen, welche Kanäle deines Budgets für „heißen Brei“ sorgen und wo du zu viel Geld ausgibst.
Wichtig: Aktuell ist die Darstellung dieser neuen Spalten (CSS) fehlerhaft und wirkt unsauber.
3. Google Ads Kritik: Unzuverlässige Metriken
Vorsicht bei Neukunden- und Lifetime-Werten
Malte Helmhold übt deutliche Kritik an neuen, komplexen Spalten in der Google Ads Oberfläche:
- Problem-Metriken: Werte wie „Lifetime-Wert für Neukunden“, „Gesamt-Lifetime von Neukunden“ oder „Neue Kunden“ sind oft falsch, inkonsistent und schwer nachvollziehbar.
- Empfehlung: Verwende diese Metriken nicht! Verlasse dich stattdessen auf die zuverlässige Basis: Kosten, Umsatz/Conversion-Wert und Käufe. Diese Daten sollten mithilfe deines eigenen Systems (Shop oder CRM) berechnet werden, um valide Geschäftsentscheidungen zu treffen.
Neue Text-Guidelines für KI-Generierung
Google führt Text Guidelines ein. Dabei handelt es sich um Unternehmensrichtlinien, die verhindern sollen, dass die KI bei der Erstellung von Überschriften für Responsive Search Ads (RSA) oder PMax ungeeignete Texte generiert.
- Status: Die Funktion wird in den Kampagneneinstellungen erwartet, ist aber aktuell noch nicht flächendeckend sichtbar.
4. Regulatorische und Produkt-Updates
Lockerung: Melatonin in Deutschland erlaubt
Für alle Händler von Gesundheitsprodukten gibt es eine gute Nachricht: Produkte, die Melatonin enthalten, sind nun in Deutschland einfacher zu bewerben.
Verschärfung: Verschreibungspflichtige Produkte
Zum Ende Oktober 2025 treten strengere Richtlinien für die Werbung von verschreibungspflichtigen Produkten in Kraft. Betroffene Unternehmen und Agenturen sollten sich mit den neuen Compliance-Vorgaben vertraut machen.
5. Die Halloween-Horrorstory: E-Mail-Sicherheit
Der wichtigste Tipp zum Schluss hat eine 100%ige Schnittmenge mit jedem Unternehmen: Prüfe deine E-Mail-Sicherheit!
- Das Problem: Spammer können E-Mail-Adressen deiner Domain verwenden (Domain Spoofing), um sich als dich auszugeben. Dies führt zu Spam-Angriffen, rechtlichen Risiken und hoher psychischer Belastung.
- Die Lösung: Deine Domain muss die notwendigen E-Mail-Records (SPF, DKIM, DMARC) korrekt eingerichtet haben.
- Tool-Tipp: Nutze ein Tool wie
easydmarc.com(oder ähnliche), um deine Domain schnell zu scannen und zu sehen, ob diese Records gesetzt sind.
Achtung: Nutze KI (wie ChatGPT) als Hilfestellung, um diese komplexen Records einzurichten. Ein ausführliches Video zur E-Mail-Sicherheit und den potenziellen Konsequenzen folgt in der nächsten Woche.




