Moin! Kennst du das auch? Du kommst frisch aus dem Urlaub, bist eigentlich voller Tatendrang, aber die kreative Pipeline für neue Inhalte ist erst mal leer. Genau so ging es mir neulich. Und während ich da so saß, habe ich mich gefragt: Warum bin ich eigentlich nicht schon früher darauf gekommen, das Potenzial zu nutzen, das direkt vor meiner Nase liegt?
Wir veröffentlichen hier im Jahr 2026 jede Woche ein neues Google Ads Video. Und unter diesen Videos sammeln sich so viele spannende, spezifische Fragen von euch, die oft im hektischen Alltag untergehen. Damit ist jetzt Schluss. Um mehr Konsistenz reinzubringen und sicherzustellen, dass keine wertvolle Frage unbeantwortet bleibt, machen wir jetzt einmal im Monat reinen Tisch.
Hier sind die Top 5 Fragen aus der Community – von Markenrecht-Tricks bis hin zum berüchtigten „Januar-Loch“.
Das Video zum Thema
1. Marken-Keywords: Was tun, wenn der Name nicht in die Anzeige darf?
Eine häufige Frage: „Ich schalte Werbung auf Markennamen von Wettbewerbern, darf den Namen aber nicht im Anzeigentitel verwenden. Hilft hier der Trick mit der Dynamic Keyword Insertion (DKI)?“
Meine Antwort: Vorsicht! Viele denken, sie könnten das System austricksen, indem sie den Platzhalter {KeyWord:Standardtext} nutzen. Sie hoffen, dass Google dann das gebuchte Keyword (z. B. den Markennamen des Konkurrenten) automatisch einsetzt.
Das Problem dabei:
- Markenrecht: Auch wenn Google das Keyword automatisch einsetzt, bist du als Werbetreibender dafür verantwortlich, was der Nutzer am Ende sieht. Steht dort ein geschützter Markenname, riskierst du eine Abmahnung.
- Keyword vs. Suchbegriff: Viele verwechseln das. Die DKI setzt das Keyword ein, das die Anzeige auslöst, nicht zwingend den exakten Suchbegriff des Nutzers.
Der Profi-Tipp: Wenn du auf Wettbewerber bietest, konzentriere dich auf deine eigenen USPs oder formuliere es als „Alternative zu…“. Aber noch wichtiger: Bewerte den Erfolg über die CTR (Klickrate) im Verhältnis zum Anteil an oberster Position.
Wenn du zu 80 % an oberster Stelle stehst, aber eine CTR von unter 8 % hast, dann passt dein Angebot offensichtlich nicht zur Suchintention der Leute, die nach dieser speziellen Marke suchen. In dem Fall: Entweder Titel drastisch verbessern oder die Kampagne pausieren, um kein Geld zu verbrennen.
2. Assets hängen in der Überprüfung – Bloß keine Panik!
Ein Nutzer berichtete, dass seine Bilder und Logos seit zwei Wochen auf „wird überprüft“ stehen. Die Versuchung ist groß, das Konto einfach neu aufzusetzen.
Tu das auf keinen Fall! Ein neues Konto aufzusetzen, um eine Überprüfung zu umgehen, wertet Google oft als „Umgehung von Systemen“. Das ist ein Verstoß, der zu einer dauerhaften Sperrung deines gesamten Accounts führen kann.
Was du stattdessen tun solltest:
- Leicht bearbeiten: Öffne das Asset, ändere eine Kleinigkeit (z. B. den Zuschnitt oder ein Wort) und speichere es neu. Das triggert den Überprüfungsprozess oft frisch an.
- Kampagne kopieren: Manchmal hängt eine Kampagne in einem „Infinite Loop“. Kopiere die gesamte Kampagne und starte sie neu. Die Kopie wird oft schneller durchgewinkt als das Original, das im System feststeckt.
3. Das Januar-Loch: Warum sinken die Conversions?
„Im Januar gehen meine Werte total in den Keller, obwohl das Produkt eigentlich gesucht wird. Woran liegt das?“
Das ist ein klassisches Phänomen. Der Algorithmus ist durch die Feiertage oft noch „irritiert“, und gleichzeitig drängen im Januar extrem viele neue Werbetreibende auf den Markt. Das treibt die Kosten (CPA) nach oben und den ROAS nach unten.
Die Strategie: Geh nicht mit dem Vorschlaghammer ran. Wenn du dein Budget von 200 € direkt auf 100 € halbierst, kommt der Algorithmus ins Stolpern.
- Schrittweise anpassen: Senke die Gebote oder das Budget in 5-10 % Schritten pro Woche.
- Sweet Spot finden: Oft senkt eine Budgetreduzierung um 20 % den CPC so weit, dass der ROAS sich überproportional verbessert.
4. Landing Pages für Dienstleister: Vertrauen schlägt Funnel
Ein Wunsch aus der Community war ein Video zu Landing Pages für Dienstleister. Ein Punkt, den ich in meinen Livestreams immer wieder sehe: Viele versuchen, aggressive US-Funnel-Strukturen (ohne Menü, nur ein Ziel) auf den deutschen Markt zu übertragen.
Meine Erfahrung: In Deutschland brauchen wir oft mehr Vertrauen.
- Ein persönliches Video wirkt Wunder.
- Ein „normales“ Menü gibt dem Nutzer Sicherheit, dass es sich um eine echte Firma handelt.
- Die Seite muss zur Dienstleistung passen – ein Buchhaltungs-Service braucht ein anderes Design als ein Pannendienst.
5. ROAS-Zeiträume: Wann muss ich handeln?
Welchen Zeitraum sollte man betrachten? 90 Tage? 120 Tage?
- Für schnelle Anpassungen: Schau dir die letzten 30 Tage an.
- Für die Validierung: Vergleiche diese 30 Tage mit den letzten 120 Tagen.
- Wichtig: Ignoriere heute und gestern! Die Daten sind durch die Attributionsverzögerung noch nicht vollständig.
Wenn dein ROAS in den letzten 7 Tagen bei 500 % liegt, dein Ziel aber 700 % ist, schau erst in den 120-Tage-Schnitt. Warst du dort stabil bei 900 %, ist der aktuelle Einbruch vielleicht nur ein statistisches Rauschen. Bleib ruhig und triff keine überhasteten Entscheidungen.
Was ich aus eurem Feedback lerne
Zum Schluss noch ein persönlicher Punkt: Ein Nutzer kritisierte unter meinem Looker Studio Tutorial, dass ich zu oft betone, was nicht geht. Das hat gesessen – und er hat recht! Manchmal verbeißt man sich so sehr in die Tücken eines Tools, dass man den Fokus auf die Möglichkeiten verliert. 2026 wird mein Jahr der positiven Lösungen. Danke für die ehrliche Kritik!
Mein Learning für dich:
Konsistenz schlägt Perfektion. Egal ob es um das Beantworten von Kommentaren oder das Optimieren deiner Google Ads geht: Es ist wichtiger, regelmäßig und datenbasiert dranzubleiben, als einmal im Quartal alles auf links zu drehen. Vertraue auf langfristige Daten (120 Tage), aber reagiere feinfühlig auf kurzfristige Trends.
Das ganze Video mit allen Details und Klicks im Interface findest du hier: Zum YouTube Video: Google Ads Fragen & Antworten
Anmerkung: Deine Google Ads Kampagnen fühlen sich aktuell eher wie eine Berg-und-Talbahn an? Dann lass uns gemeinsam einen Blick darauf werfen! Komm gerne in unsere Live Meetings, die zweimal pro Woche in unserer Premium-Mitgliedschaft auf Websitepiloten.de stattfinden. Dort analysieren wir Landing Pages, fixen Tracking-Probleme und optimieren deine Gebotsstrategien direkt in der Praxis. Ich freu mich auf dich!
Welche Frage brennt dir unter den Nägeln? Schreib sie mir in die Kommentare – vielleicht ist sie im nächsten Monat dabei!




