Wie bereits im News-Video für November 2025 angekündigt, gibt es unter dem Menüpunkt Empfehlungen einen brandneuen Tab: die Investitionsstrategie. Dieses Feature wurde im Oktober 2025 ausgerollt und sorgt bereits für Diskussionen.
Ich habe mir das Tool in verschiedenen Konten angesehen – von kleinen Budgets bis hin zu 50.000 € Werbeausgaben. Mein erstes Fazit ist gemischt, und es gibt berechtigte Kritik an der Art und Weise, wie Google dieses Feature ausspielt.
Wo finde ich die Google Ads Investitionsstrategie?
Du findest den neuen Punkt direkt in deinem Google Ads Konto unter Empfehlungen > Investitionsstrategie.
Wichtig: Der Tab ist nicht in allen Konten sichtbar! Meine Beobachtungen zeigen, dass er vor allem dort auftaucht, wo Kampagnen durch das Budget eingeschränkt sind. Bei Konten mit sehr hohem oder ausreichendem Budget fehlt der Punkt oft komplett. Das deutet darauf hin, dass Google dieses Tool primär nutzt, um Nutzer zu höheren Ausgaben zu bewegen. Eine Strategie, um weniger zu investieren und effizienter zu werden, sucht man hier vergebens.
Kritik: Einseitige Budget-Planung
Die Funktionsweise ist simpel, aber limitiert. Du kannst als Ziel „Conversion-Wert“ oder „Klicks“ festlegen und simulieren, was passiert, wenn du z. B. 100 Conversions mehr haben möchtest.
Oft antwortet das Tool jedoch mit einer Fehlermeldung: „Geht nicht mit den aktuellen Kampagnen.“ Warum? Weil die Kampagnen auf Basis der aktuellen ROAS-Ziele (Return on Ad Spend) bereits am Limit laufen.
Das Tool ist also kein echter Investitionsplaner für dein gesamtes Business-Wachstum. Es ist vielmehr ein Indikator, der dir auf die Schnelle zeigt:
- Habe ich Kampagnen, die durch das Budget limitiert sind?
- Sind meine Ziele (z. B. ROAS) so strikt eingestellt, dass ich gar nicht mehr Geld ausgeben kann, selbst wenn ich wollte?
Alternativen für echte Strategie
Wer eine fundierte Google Ads Investitionsstrategie entwickeln will, sollte sich nicht auf diesen neuen Tab verlassen. Bessere Werkzeuge sind:
- Leistungsplaner: Für die Prognose von Budgets und Conversions auf Kampagnenebene.
- Keyword-Planer: Um das Marktpotenzial (Suchvolumen) für Produkte wie „Grüntee“ zu analysieren und hochzurechnen, wie viel Budget theoretisch nötig wäre.
Fazit: Nur ein grober Indikator
Der neue Tab „Investitionsstrategie“ ist nett gemeint, aber mit Vorsicht zu genießen. Er dient Google oft als Hebel für Budgeterhöhungen. Wenn das Tool dir sagt, du kannst nicht mehr investieren, ist das ein wertvoller Hinweis darauf, dass deine Gebotsstrategien zu strikt sind, deine Conversion-Rate zu schlecht ist oder dein Tracking lückenhaft ist.
Nutze es als Warnsignal, aber plane deine echten Budgets lieber mit dem Leistungsplaner oder externen Tools.
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