Hast du dich auch schon gefragt, ob die neue Ära von AI Max (Googles LLM-basierten Suchkampagnen) deine mühsam aufgebauten Kampagnenstrukturen 2026 komplett über den Haufen wirft?
Ich habe mir für dich ein 47-minütiges Deep-Dive-Interview zwischen Brandon (aus dem internen Google-Team) und Ginny reingezogen. Ehrlich gesagt: Ich musste manche Stellen zwei- oder dreimal hören, um wirklich zu greifen, wo die Reise hingeht. Damit du dir diese Zeit sparen kannst, habe ich meine Notizen sortiert und gebe dir hier die wichtigsten Takeaways und meinen persönlichen „Senf“ dazu.
1. Mehr Kontrolle trotz KI: Geht das überhaupt?
Die größte Angst bei KI-Kampagnen ist oft die „Black Box“. Doch 2026 haben wir tatsächlich mehr Hebel in der Hand, als viele denken. Brandon betont, dass wir Funktionen wie Brand Control und Geographic Control jetzt viel feingliedriger steuern können.
Ein wichtiger Punkt: Viele dieser Einstellungen – wie die Orte von Interesse oder Markenausschlüsse – finden sich mittlerweile oft auf Anzeigengruppenebene. Wenn du sie auf Kampagnenebene suchst und nicht findest, schau eine Etage tiefer nach. Auch die Kontrolle über Suchbegriffe (Search Terms) ist deutlich präziser geworden. Du kannst jetzt klar unterscheiden: Was kam über AI Max und was über klassische Wege?
2. Das Ende der Granularität (SKAGs adé)
Wir bewegen uns weg von den klassischen Single Keyword Ad Groups (SKAGs). Warum? Weil AI Max als Large Language Model (LLM) viel mehr auf semantische Bedeutung achtet als auf das reine Keyword.
Hier sind die harten Fakten aus dem Google-Headquarter:
- Datenhunger: Du solltest mindestens 15 Conversions in 30 Tagen anpeilen.
- Qualität der Daten: Ich empfehle dir, hier eher auf „Hard Conversions“ (Käufe, echte Leads) zu setzen statt auf „Soft Conversions“, damit der Algorithmus nicht in die falsche Richtung lernt.
- Shared Budgets: Diese helfen der KI dabei, Conversion-Daten schneller kampagnenübergreifend zu verarbeiten.
3. Keywordless Targeting: Die 6-Jahres-Reise
Wir befinden uns seit etwa sechs Jahren auf dem Weg vom reinen Keyword-Matching hin zum Semantic Matching. Google haut pro Jahr 30 bis 50 Produkt-Launches raus, die nur dieses Ziel haben.
Das bedeutet für dich: Exact Match wird zwar in absehbarer Zeit nicht verschwinden, aber die Priorisierung hat sich geändert. 2026 ist es nicht mehr automatisch so, dass ein Exact Match Keyword immer gewinnt. Wenn die KI bewertet, dass die semantische Übereinstimmung einer AI-Max-Anzeige besser zum User-Intent passt, zieht Google diese vor. Das ist ein herber Schlag für alle Kontrollfreaks, aber die Realität, in der wir uns bewegen.
4. Die „Drei Musketiere“ des dynamischen Targetings
Es gibt 2026 nicht nur AI Max. Wir haben drei mächtige Instrumente, die du unbedingt gegeneinander testen solltest:
- AI Max
- Broad Match (Weitgehend passend – funktioniert heute durch smarte Gebote viel besser als 2024!)
- DSA (Dynamic Search Ads)
Viele hängen noch an altem Wissen fest („Broad Match verbrennt nur Geld“). Mein Rat: Teste es neu. Die Kombination aus Broad Match und smarten Algorithmen ist heute deutlich „lebendiger“ und effizienter als noch vor zwei Jahren.
5. Asset-Power: Learnings mitnehmen
Ein genialer Hack, den Brandon im Video anspricht: Google denkt immer mehr in Assets statt in Anzeigen. Die Performance-Daten werden pro Asset gespeichert.
- Der Hack: Wenn du eine neue Kampagne startest, nimm deine „Winning Assets“ aus alten Kampagnen. Sie haben bereits eine Historie und Learnings im System hinterlegt. So startest du nicht bei Null, sondern gibst der KI direkt Futter, das nachweislich funktioniert.
6. Wann solltest du umstellen?
Januar und Februar sind ideale Monate für Tests, da der extreme Verkaufsdruck des Weihnachtsgeschäfts raus ist.
- Die goldene Regel für den Rollout: Stell niemals dein ganzes Konto auf einmal um. Fang mit Kampagnen an, die nicht dein „Daily Bread“ sind.
- Geduld: Google sagt „Be patient“. Ich sage: Schau auf das Budget. Bei kleinem Budget braucht die KI 2–3 Monate. Bei hohem Budget (ab ca. 5.000 € Testbudget) solltest du nach 1.000 bis 10.000 Klicks wissen, ob das Thema fliegt oder nicht.
Mein Learning für dich:
Vom Keyword-Verwalter zum Intent-Strategen. 2026 gewinnst du nicht mehr durch das akribische Einbuchen von hunderten Keywords, sondern durch zwei Dinge: Hervorragende Landingpages (die exakt zum Suchintent passen) und knallharte Negativlisten. Negativ-Keywords sind heute dein wichtigstes Lenkrad, um die KI in der Spur zu halten und Brand-Traffic sauber von generischem Traffic zu trennen.
Das komplette Video mit allen Details zum KI-Targeting findest du hier: Zum YouTube Video: AI Max & Kampagnenstruktur 2026
Anmerkung: Deine Google Ads Kampagnen laufen trotz KI-Unterstützung nicht rund? Dann komm gerne in unsere Live Meetings, die zweimal in der Woche in unserer Premium-Mitgliedschaft auf Websitepiloten.de stattfinden! Dort analysieren wir gemeinsam dein Konto, prüfen deine AI-Max-Settings und tauschen uns auf Profi-Ebene aus – egal ob du Freelancer, Agentur oder Inhouse-Marketer bist. Ich freue mich darauf, mit dir gemeinsam tiefer in deine Daten zu schauen!




