Demand Gen

Google Demand Gen: Warum 90% ihr Geld verbrennen

von Simon Tober

Schalte Demand Gen Kampagnen in Google Ads nur dann, wenn du täglich mindestens 100 € bis 500 € reinstecken kannst und deine Creatives bereits auf Facebook extrem stark konvertieren. Für 90 % aller Werbetreibenden mit kleineren Budgets verbrennen Demand Gen Kampagnen schlichtweg Geld – investiere dein Budget lieber zuerst in Performance Max, Shopping und die klassische Suche.

Warum 5 € am Tag bei Demand Gen absoluter Quatsch sind

Immer wieder sehe ich in Accounts, dass Demand Gen Kampagnen mit Mini-Budgets von 5 € am Tag eingerichtet und über Monate durchgeschleift werden. Genau das hat auch Tilo für seine Escape-Produkte gemacht und dabei knapp 900 € verbrannt – ohne nennenswerte Verkäufe.

Der Grund ist simpel: Der Google-Algorithmus braucht bei diesem visuellen Kampagnentyp riesige Mengen an Datenpunkten, um passende Nutzer zu finden. Mit Mikrobudgets tröpfeln die Daten nur rein und das System lernt gar nichts.

Schau dir die genaue Konto-Analyse und Tilos Account-Ergebnisse direkt hier im eingebetteten Video an.

Die Conversion-Falle: Wenn sich 1.000 € Ausgaben plötzlich "gut" anfühlen

Lass dich im Reporting nicht von vermeintlich günstigen Conversions täuschen. Oft sieht es in der Übersicht so aus, als hättest du für 1.000 € Ad-Spend einige Conversions generiert. Wenn du aber tief ins Konto eintauchst, kommt die Wahrheit ans Licht:

  • View-Through-Conversions: Nutzer haben dein Video oder Bild nur kurz gesehen, aber nie geklickt. Kaufen sie später zufällig über die Suche, schreibt sich Demand Gen den Erfolg oft fälschlicherweise zu.

  • Falsche Conversion-Aktionen: Oft sind einfache Website-Besuche oder Klicks auf Kontaktformulare als "Conversion" hinterlegt.

  • Die harte Realität: Segmentierst du die Daten nach echten Käufen, bleibt meist nur ein einziger echter Kauf für 1.000 € übrig. Auf Facebook hättest du mit demselben Budget und guten Visuellen deutlich mehr erreicht.

    Demand Gen vs. Facebook Ads: Wer hat die Nase vorn?
    Demand Gen vs. Facebook Ads: Wer hat die Nase vorn?

Der 5-Schritte-Fahrplan: So testest du Demand Gen richtig

Wenn du ein starkes Produkt hast und Demand Gen unbedingt ausprobieren willst, dann mach es nicht halbherzig, sondern mit einem klaren, zeitlich begrenzten Stresstest:

  1. 1. Assets auf Facebook validieren: Nutze ausschließlich Videos und Bilder, die auf Meta bereits eine nachweislich hohe Conversion Rate erzielen.

  2. 2. Hohes Tagesbudget ansetzen: Statt 5 € über drei Monate zu verteilen, schalte die Kampagne mit mindestens 100 € pro Tag.

  3. 3. Testphase begrenzen: Lasse den Test exakt 10 Tage laufen (Gesamteinsatz: 1.000 €).

  4. 4. Harre Käufe auswerten: Segmentiere dein Reporting rigoros nach der Conversion-Aktion "Kauf" und ignoriere View-Throughs oder reine Seitenaufrufe.

  5. 5. Konsequenz ziehen: Erzielst du nach 10 Tagen keine Conversion Rate von mindestens 1,5 % auf echte Käufe, schalte die Kampagne ab. Dann liegt es eindeutig am Algorithmus von Google.

Die wichtigsten Learnings für deine Kampagnen

  • Standard-Formate priorisieren: Fokussiere dich als KMU zuerst auf Performance Max, Search und Shopping – hier ist die Kaufabsicht der Nutzer deutlich höher.

  • Keine Tröpfel-Budgets: Verteile kleine Budgets niemals über Monate auf Experimente.

  • Auf Meta setzen: Baut dein Business auf visueller Ansprache auf, fährst du mit Meta Ads meist günstiger und erfolgreicher.

Wenn du deine Kampagnen nicht unnötig mit Budget-Fressern überlädst, sparst du aufs Jahr gesehen tausende Euro. Geh deine Daten nüchtern an und lass dich nicht von schicken Banner-Formaten verführen!

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