Q&A

Google Ads Empfehlungen: Ziel-ROAS & CPA nicht aktivieren

von Simon Tober

Wenn du in deinen Google Ads-Konten mit Ziel-ROAS oder Ziel-CPA arbeitest, musst du die automatischen Empfehlungen für Gebotsanpassungen sofort deaktivieren! Seit der Google-Systemumstellung im August 2026 verbrennst du sonst massiv Budget, weil der Algorithmus deine Zielvorgaben systematisch in die falsche Richtung lockert.

Was sich bei Google Ads verändert hat

Google hat das Bidding-Verhalten im August 2026 spürbar angepasst. Viele Werbetreibende stellen sich jetzt die Frage, ob man dem Algorithmus nicht einfach das Feld überlassen und die Ziel-ROAS- sowie Ziel-CPA-Anpassungen automatisch durch Google durchführen lassen sollte.

Die kurze Antwort lautet: Auf gar keinen Fall!

Wer Google hier freie Hand lässt, steuert seine Kampagnen direkt ins Abseits. Google argumentiert zwar gerne mit "Flexibilität", aber am Ende sind diese automatischen Empfehlungen vor allem so eingestellt, dass Google möglichst viel Budget abgreift.

Schau dir meine genaue Aufschlüsselung und die Konten-Analyse direkt hier im eingebetteten Video an.

Warum automatische Empfehlungen jetzt eine Budget-Falle sind

Wenn du Google erlaubt, deine Gebotsziele automatisch anzupassen, passiert bei eingeschränkten Budgets genau das Falsche:

  • Ziel-CPA wird erhöht: Erreichst du deinen CPA von 8 € bei einem eingestellten Ziel von 10 €, setzt Google den Ziel-CPA gerne mal auf 12 € hoch. Der Effekt: Das System bietet aggressiver und deine tatsächlichen Kosten pro Conversion steigen unnötig.

  • Ziel-ROAS wird gesenkt: Der geforderte Wunsch-ROAS wird künstlich nach unten korrigiert, damit die Kampagne wieder mehr "Luft" hat, um Geld auszugeben.

  • Negativer Teufelskreis: Die realen Ergebnisse drifteten nach der Umstellung ab August 2026 in die schlechtere Richtung ab, woraufhin Google die Vorgaben automatisch noch weiter verwässert.

Google hat sich wahrscheinlich selbst gar keine Gedanken darüber gemacht, wie fatal diese Automatisierungs-Funktion in Kombination mit dem neuen Bidding-Verhalten für Werbetreibende ist.

Manuelle Steuerung vs. Automatische Empfehlung
Manuelle Steuerung vs. Automatische Empfehlung

Schritt-für-Schritt: So schützt du dein Google Ads Konto

Damit dir das neue Bidding-Verhalten nicht das Konto zerschießt, solltest du deine Einstellungen jetzt sofort prüfen:

  1. Konto öffnen: Logge dich in dein Google Ads Konto ein und navigiere in der linken Menüleiste zum Bereich Empfehlungen.

  2. Auto-Apply öffnen: Klicke oben rechts auf den Reiter Automatische Anwendung (Auto-Apply).

  3. Gebotshaken entfernen: Deaktiviere alle Haken im Bereich "Gebote und Budget" – insbesondere die automatische Anpassung von Ziel-CPA und Ziel-ROAS.

  4. Manuell nachschärfen: Pass deine Ziele selbst in kleinen 5- bis 10-%-Schritten an die Performance der letzten 30 Tage an, um den Algorithmus gezielt herauszufordern.

Fazit: Selber steuern statt Geld verbrennen!

Automatische Empfehlungen von Google waren schon immer mit Vorsicht zu genießen, aber seit den Änderungen ab dem 17. August 2026 sind sie für Ziel-CPA und Ziel-ROAS der absolute Hopsnehmer. Nimm das Steuerrad selbst in die Hand und fordere den Algorithmus aktiv heraus, anstatt ihm einfach mehr Budget-Freiraum zu schenken.

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