Google Ads: Warum weniger Produkte oft mehr Umsatz bedeuten
Viele Online-Shop-Besitzer leben nach dem Motto: „Viel hilft viel.“ Je mehr Produkte ich in meine Google Ads Kampagnen werfe, desto mehr verkaufe ich auch, oder? Falsch gedacht. In der Realität ist oft das Gegenteil der Fall. Wenn dein Budget zu viele Produkte „füttern“ muss, bekommt das einzelne Produkt nicht genug Daten. Das Ergebnis: Der Algorithmus wird blind – und dein Geldbeutel leer.
In diesem Beitrag erfährst du, wie du mit dem Product Saturation Point (PSP) berechnest, wie viele Produkte dein Budget wirklich verträgt.
Das Problem: Der blinde Algorithmus
Egal ob du Smart Bidding (wie Ziel-ROAS) nutzt oder manuell arbeitest: Daten sind der Treibstoff. Stell dir vor, du hast 100 Produkte, aber nur Budget für 1.000 Klicks im Monat. Das sind gerade mal 10 Klicks pro Produkt. Statistisch gesehen ist eine Conversion bei 10 Klicks reiner Zufall. Weder du noch Google können daraus lernen, ob das Produkt wirklich profitabel ist. Du stocherst im Nebel, während dein Budget in homöopathischen Dosen verpufft.
Die Klick-Tabelle der Wahrheit
Wie sicher sind deine Daten wirklich? Schau dir diese Richtwerte an:
„Wichtig: Wenn du bei 100 Klicks zwei Verkäufe hast (2 % CR), könnte die „echte“ Rate langfristig trotzdem zwischen 0,5 % und 7 % liegen. Erst bei höheren Klickzahlen glättet sich diese statistische Unsicherheit."
Die Formel: Dein Product Saturation Point (PSP)
Damit du nicht länger raten musst, nutzen wir eine einfache Formel. Wir berechnen, wie viele Produkte dein monatliches Google Ads Budget bei einer soliden Datenbasis (mind. 100 Klicks pro Produkt) tragen kann.
So rechnest du:
Ein Beispiel:
Du hast 500 € Budget im Monat und ein Klick kostet dich im Schnitt 0,50 €.
• 500 € / 0,50 € = 1.000 \text{ Klicks insgesamt}$. • 1.000 Klicks / 100 (Mindest-Klicks pro Produkt)} = 10 Produkte}
Das Fazit: Mit 500 € solltest du dich auf maximal 10 Produkte konzentrieren, um valide Daten zu erhalten. Wenn du 100 Produkte bewirbst, sabotierst du deinen eigenen Erfolg.
Strategie-Check: Die 80/20-Regel anwenden
Was machst du jetzt, wenn du 500 Produkte im Shop hast, aber das Budget nur für 10 reicht? Radikal aussortieren.
• Bestseller identifizieren: Schau in dein Google Ads Konto oder in deine organischen Verkäufe. Welche Produkte konvertieren bereits gut? • Budget-Fokus: Setze dein gesamtes Budget auf diese Top-Performer (die 20 %, die 80 % des Umsatzes machen). • Daten füttern: Sobald diese Produkte stabil laufen und der Algorithmus (oder du beim manuellen CPC) genug Daten hat, wird die Performance steigen. • Skalieren: Willst du ein 11. Produkt hinzufügen? Dann zieh kein Budget von den Gewinnern ab, sondern erhöhe dein Budget entsprechend der PSP-Formel.
Praxis-Tipp: Teste dein Konto
Geh jetzt in dein Google Ads Konto und mach den Schnelltest für die letzten 30 Tage:
• Klicke auf „Alle Kampagnen“ -> „Produkte“. • Teile die Gesamtzahl der Klicks durch die Anzahl der aktiven Produkte.
Liegt der Wert unter 100? Dann ist dein Konto wahrscheinlich „unterernährt“. Liegt er sogar unter 1 (wie in vielen schlecht optimierten Konten), dann verbrennst du wortwörtlich Geld.
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Wie sieht dein Klick-Produkt-Verhältnis aus? Schreib es uns in die Kommentare – wir analysieren gerne mit!
Möchtest du, dass ich für diesen Beitrag noch ein passendes Beitragsbild (z.B. eine Grafik zur PSP-Formel) generiere?
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